Ruhestandspferde

Unter Ruhestandspferden, Rentner- oder Gnadenbrotpferden werden hier Pferde verstanden, die nicht mehr geritten werden. Sie können noch jung sein oder schon sehr alt.

Die Pferde werden in einer großen Gruppe von 26 Pferden gehalten, Wallache und Stuten gemeinsam. Alle Pferde, also insbesondere Ältere oder Rekonvaleszente, sollten noch so fit sein, dass sie den Tagesablauf der Gruppe mitmachen können, d.h. täglich 10 - 16 km laufen können.

Einerseits ist das eine recht lange Strecke, andererseits haben die Pferde auch 24 Stunden Zeit dafür. Meistens lassen sich die älteren Pferde nicht aus der Ruhe bringen und laufen in ihrem gemütlichen Tempo.

Durch die Größe der Anlage, das ständige Futterangebot, die riesige Bewegungsmöglichkeit vor allem auch im Winter, die vielfältigen sozialen Interaktionen, kann hier jedes Pferd ganz individuell "sein Leben" führen.

 


Für ältere Pferde, deren Zähne nicht mehr optimal sind, ist die lange Weideperiode, von März bis November, ein großer Vorteil. Gras kann meistens noch besser verwertet werden als das stengelige Heu. In der kurzen Heuperiode kann es sein, dass die älteren Pferde abnehmen und zusätzlich gefüttert werden müssen. Welches Zusatzfutter und wie oft gefüttert werden soll wird gemeinsam mit dem Besitzer, ganz individuell besprochen.


Alle Pferde werden täglich in Augenschein genommen. Auf die Ruhestandspferde wird nochmal extra geschaut. Ist ein Tier am Ende seines erfüllten Lebens angekommen, ist es selbstverständlich für Pferd und Mensch da zu sein, Zeit zu haben und den Abschied zu organisieren.