Die Eingewöhnung

Die Eingewöhnungsphase ist meist eine sehr sensible Phase.

Der Pferdebesitzer ist oft aufgeregt und unsicher wie sich sein Pferd verhalten wird und wie die anderen auf den "Neuen" reagieren.

Die wenigsten Pferde standen schon mal in einer so großen Herde. Die meisten Pferde kommen aus einer Boxenhaltung. Sie werden nun mit ungewohnter Freiheit konfrontiert. Wie sich das neue Pferd verhält hängt von vielen Faktoren ab (Aufzucht, Haltungsform, Rasse, Temperament, Alter, Charakter,...).

Folgende Punkte können für eine erfolgreiche Eingliederung hilfreich sein: Das neue Pferd

  • kennt es mit Wallachen und Stuten zusammen zu stehen
  • kennt es nachts draußen zu sein
  • ist nicht aufdringlich oder dominant

Können diese Punkte erfüllt werden, steht einer erfolgreichen Eingliederung meist nichts mehr im Weg.

 

Die drei Schritte der Eingewöhnung

  1. Ankommen: Meistens kommen zwei Pferde am selben Tag an. Das gemeinsame Schicksal schweißt zusammen und oft ergeben sich daraus lang anhaltende Freundschaften. Die beiden Neuen kommen auf die seperate Eingewöhnungsweide mit Kontaktmöglichkeiten zu den anderen Pferden über den Zaun. Hier wird eine Gesundheitskontrolle durchgeführt. Das Verhalten wird beobachtet. Unruhige Pferde können nachts aufgestallt werden. Dauer: 2-3 Tage
  2. Kennenlernen der Anlage: Die beiden neuen Pferde lernen den Stall und Auslauf, ohne die anderen Pferde, kennen: die Ein- und Ausgänge der Liegehalle, Tränken, Fressgitter, Zäune, Wege,... Dauer: 2 Tage
  3. Kennenlernen der anderen Pferde: Die Neuen lernen nun auf "ihrer" Eingewöhnungsweide die anderen Pferde kennen. Dies geschieht indem über einen ganzen Tag verteilt nacheinander Pferde aus der bestehenden Gruppe dazu gestellt werden. Dies geschieht unter ständiger Beobachtung.

Es wird nun 2-3 Wochen dauern bis die neuen Pferde sich orientiert haben und den Tagesablauf der anderen Pferde mitmachen.

Weitere 3-6 Monate sind nötig, bis sie sich tatsächlich eingelebt haben.